Venus am Tageshimmel, Jupiter und Saturn

16. - 18. 2. 2001, Mistelbach

Venus am Tageshimmel vom 16. bis zum 18. 2. 2001

Am Nachmittag des 16. 2. schnappte ich gegen 15:30 Uhr den 7x50 Feldstecher, und ging auf "Venusjagd". Von der Sonne weg schätzte ich einmal die Position grob ein, und nach ein paar Schwenks mit dem Feldstecher hatte ich die Venus schon als strahlend helles und leicht sichtbares Objekt im Bildfeld. I setzte den Feldstecher ab und spechtelte freisichtig in den Himmel. Nach ein paar Sekunden hatte ich die Venus entdeckt. Kein Problem, Venus mit freiem Auge zu sehen. Am 17. war der Himmel ziemlich milchig. Ich versuchte am frühen Nachmittag die Venus mit dem 7x50 Glas zu entdecken, keine Chance. Am 18. 2. hatte der Wind um die Mittagszeit die Wolken aufgerissen. Der Himmel war superklar. Ich konnte Venus um 13:25 Uhr fast auf Anhieb mit dem 7x50 Feldstecher finden, und in der Folge fast auf den ersten Blick freisichtig erkennen. Aber kaum zogen ein paar extrem dünne Wolkenschleier drüber, war keine Chance mehr gegeben, auch nicht mit dem Fernglas.

Jupiter und Saturn am 16. 2 2001

In der Abenddämmerung des 16. 2. baute ich meinen 8" MN daheim im Garten auf, zwecks überprüfung der Kollimation. Die Beobachtung auf Ebenwald hatte eine leichte Dejustierung gezeigt. Das Teleskop war nun auch thermisch wesentlich näher an die Außentemperatur angepasst, also gab es bei etwa gleich gutem Seeing wie am Vorabend auf Ebenwald wieder versöhnlichere Planetenbilder. In den besten Seeingmomenten gab es aber nur wenig interessante Details zu erkunden. Erst später, knapp bevor ich wieder abbaute, kam durch die Rotation des Planeten ein markanteres "Fähnchen" ins Blickfeld. 

An Saturn waren etliche Monde rundherum zu sehen. Der A-Ring zeigte deutlich das als "Encke-Minimum" bezeichnete Kontrastfeature. Für einen Versuch auf die richtige Encketeilung war das Seeing aber bei weitem nicht gut genug. Farblich interessant erschien die Innenkante des B-Ringes: bräunlich, und im Kontrast zu dem transluzenten Rauchgrau des C-Ringes. Die Cassiniteilung war umlaufend wahrnehmbar, ein gutes Zeichen, was die Kollimation des Teleskops betrifft. (Anmerkung: Es war alles ok, die scheinbare Dejustierung bei der letzten Beobachtung auf der Ebenwaldhöhe wurde durch Tubusthermik verursacht.)

Howdii